Wer für jedes Problem eine eigene App einführt, erntet Chaos. Warum die Zukunft der Verwaltung nicht in isolierten Fachverfahren liegt, sondern in einer zentralen „Intelligence Layer„ – und wie Nav.IQ genau diese Lücke zwischen ERP, E-Akte und KI schließt.
Dies ist die Fortsetzung zu diesem Artikel im Bereich e-Government.
Die Gefahr der „App-Reichen, aber System-Armen“ Verwaltung
Wenn man heute auf die IT-Landschaft deutscher Behörden blickt, sieht man oft ein Paradoxon: Wir haben für alles eine Software. Ein Fachverfahren für das Meldewesen, eines für die Finanzen, eines für die Personalabrechnung. Und jetzt kommen die KI-Tools dazu – der Chatbot für die Webseite, das Tool für die Zusammenfassungen.
Das Problem? Es entsteht ein Flickenteppich aus Insellösungen. Jedes Tool muss separat gesichert, separat geschult und separat datenschutzrechtlich geprüft werden. Daten bleiben in Silos stecken. Wenn wir so weitermachen, digitalisieren wir das Chaos nur, statt es zu beseitigen.
Die strategische Antwort darauf kann nicht lauten: „Noch ein Tool“. Sie muss lauten: „Eine Plattform“.
Nav.IQ: Nicht Ersatz, sondern Veredelung
Ein häufiges Missverständnis in meinen Beratungen ist die Sorge: „Müssen wir jetzt unsere bestehenden Systeme abschaffen?“ Die Antwort ist ein klares Nein. Nav.IQ ist kein ERP-System und keine E-Akte. Wir ersetzen diese Systeme nicht – wir machen sie intelligent.
Man kann sich Nav.IQ als ein „System of Intelligence“ vorstellen, das wie eine intelligente Schicht über oder zwischen den bestehenden Anwendungen liegt.
- Das ERP (z.B. SAP) ist das Gedächtnis der Behörde
- Nav.IQ ist das Werkzeug, das die Daten verarbeitet wo bisherige Lösungen nicht machbar waren
Es holt sich die Daten (z.B. aus der E-Akte), verarbeitet sie (z.B. Stellenbewertung) und spielt das Ergebnis zurück. Ohne Medienbruch.
Architektur statt Anarchie: Das Schichtenmodell
Warum ist dieser Plattform-Gedanke so wichtig? Wegen der Sicherheit. Wenn jede Fachabteilung ihre eigene kleine KI-Lösung bastelt, verliert die IT die Kontrolle über den Datenschutz. Nav.IQ zentralisiert diese Verantwortung in einer robusten Architektur:
- Der Integrations-Layer: Hier docken wir an die Behördenwelt an. Egal ob Outlook, E-Akte oder Fachverfahren – Nav.IQ fungiert als Datendrehscheibe.
- Der Governance-Layer : Das ist der entscheidende Unterschied zu „Bastel-Lösungen“. Datenschutz, Zugriffrechte und Compliance sind hier zentral geregelt. Wenn sich eine Datenschutzvorgabe ändert, passen wir sie einmal zentral an – und sie gilt sofort für alle angeschlossenen Prozesse (Stellenbewertung, Posteingang, etc.). Das nennen wir „Governance by Design“.
- Der Intelligence-Layer: Hier arbeiten die KI-Modelle und Algorithmen. Sicher abgeschirmt und kontrolliert durch den Governance-Layer.
Skalierung: Einmal bauen, vielfach nutzen
Der wirtschaftliche Vorteil dieser Plattform-Strategie ist immens. Wer Nav.IQ für die Stellenbewertung einführt, hat die Infrastruktur für die KI-Transformation bereits verfügbar.
Das „Onboarding“ neuer Prozesse wird plötzlich trivial:
- Sie wollen morgen den Posteingang automatisieren? Die Schnittstelle zum Scanprozess und zum Mailserver ist schon da. Die Datenschutzregeln sind schon definiert.
- Sie wollen Interview-Leitfäden für Einstellungsprozesse generieren? Die Daten aus der Stellenbewertung liegen bereits strukturiert vor.
Statt für jedes Problem ein neues Projekt mit neuer Ausschreibung und neuer Sicherheitsprüfung zu starten, aktivieren Sie einfach die nächste Fähigkeit auf Ihrer Plattform. Das senkt die TCO (Total Cost of Ownership) dramatisch.
Infrastruktur schlägt Insellösung
In der Verwaltung wird oft in Legislaturperioden gedacht. Nav.IQ ist ein Angebot, in Infrastruktur zu denken. Es geht nicht nur darum, heute die Stellenbewertung zu lösen (obwohl das der dringendste Schmerz ist). Es geht darum, ein Fundament zu gießen, auf dem die Behörde in den nächsten zehn Jahren sicher und skalierbar automatisieren kann.
Schluss mit Inseln. Bauen wir Festland.






